Kson Dobson 160mm KDB1300160

Kson Dobson 160mm KDB1300160
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Produktbeschreibung

Kson Dobson 160mm KDB1300160

Teleskop Dobson 160/1300 f:8,1 von Kson KDB1300160

Erfahrungsbericht 1. Eindruck

Aufmerksam wurde ich auf die Firma Teleskop-Spezialisten übers Internet als ich auf der Suche für einen Nachfolger meines Bresser-Refraktors 60/800 war, der meinen Ansprüchen nicht mehr genügte.
Nach Vergleich der technischen Daten in der Preisklasse um 200¤, wurde klar, dass ein Dobson mit besseren optischen Eigenschaften allen anderen mit aufwendigeren azimutalischen oder paralaktischen Montierungen vorzuziehen ist, da qualitativ hochwertige Montierungen bei diesem Preisrahmen nicht erhältlich sind. Wie unterdimensionierte Montierungen, wie bei meinem Bresser einem den Spaß am Teleskop durch verwackeln  verderben, weiß ich ein Lied zu singen.
Lichtstarke Refraktoren sind den Reflektoren zwar in den Leistung etwas überlegen, dafür aber viel teurer.
Die unzähligen „114er Kaufhaus-Reflektoren“ chinesischer Fertigung, sind meinem „alten 60/800“ , dem ich mit 1,25“ Amici-Prima und großen Okularen etwas mehr Leistung gegönnt habe, auch nicht überlegen.
Ein 150er Newton hat etwa das doppelte Leistungsvermögen eines 114er, sofern bei beiden die Qualität stimmt und die steht und fällt mit dem Händler und seiner „Nacharbeit“. Da  heutzutage alle Hersteller entweder nur die Teile „konfektionieren“ oder gleich in Guandong fertigen lassen, muss man schon genau schauen, was man bekommt. Ein toller Markenname sagt nicht aus.

Nun zum Kson 160/1300:

Da ich in München zuhause bin und hier so eine Ansammlung an Teleskopfirmen ist, wollte ich mir das Gerät nicht schicken lassen, sondern anschauen und mir selbst einen Eindruck von der Qualität machen.
Herr Karl Kloss von der Firma Teleskop-Spezialisten erwies sich als typischer „Techniker“ der alten Schule, dem es hauptsächlich darauf ankommt, seinen Kunden zufrieden zu stellen, indem er ein ordentlich überprüftes, optimiertes und bestmöglich justiertes Gerät übergibt.
Der Spiegel wurde entspannt.
Herr Kloss musste so ziemlich alles nachziehen – Die Qualitätskontrolle gehört nicht zu den Stärken der Chinesen. Aber solange die Qualität der Technik stimmt, ist das für mich kein Problem. Das ganze dauerte etwa 1 Stunde und war zugleich eine kompetente Einführung in die Benutzung.

Teile:

  • Die „Rockerbox“ Dobson Montierung besteht aus 2 Zentimeter starkem, weis lackiertem  Melaminharz/Holz feiner Struktur (nicht wie Pressspan) und macht einen ziemlich stabilen Eindruck, was sich in der Praxis in geringen Nachschwingungen bezahlt machen dürfte. Die Lager für die Drehung haben wenig Spiel sind aber trotzdem  genug gängig. Ein nützlicher Handgriff und eine kleine Ablage für Okulare sind vorhanden, Die Teleskopauflage sitzt gut, aber der Lack schleift dort ab. Die Lackierung ist insgesamt nicht auf höchstem Niveau. Gewicht 12Kg.
  • Das Newton hat einen parabolischen Spiegel aus Floatglas und ist mit 160er Öffnung etwa 6,75% dem 150er überlegen – nicht die Welt, aber trotzdem. Der 2“ Okularauszug ist solides Metall, aber ein bisschen grobschlächtig, dafür auch für große Okulare geeignet. Auch die Aufhängung schaut stabil aus. Mit 1,3 Meter Länge und 21 Zentimeter Durchmesser ist das schon ein ziemliches Trumm. Gewicht ca.6Kg.
  • Mit Adapterring passen die 2 mitgelieferten 1,25er Super Plössl und die 3xBarlow. Bei 1300 Brennweite ergibt das eine Vergrößerung von 52x und 130x.
  • Der Leuchtpunktsucher nach Teleradart wurde ausgerichtet.
  • Passende Deckel sind dabei.

Zu empfehlen wäre noch ein 6er für 217x optimal sinnvolle und ein 32er Okular für  40x Deepsky Vergrößerung, sowie ein Mondfilter.
Astrofotografie ist mit dem Dobson so zwar nicht möglich – abgesehen vom Mond- aber eine Nachrüstung mit einer NEQ3 Montierung und Motornachführung ist durchaus machbar und dann geht auch fotografieren.

Fazit:
Das Kson 160/1300 Dobson ist für mich als fortgeschrittener Anfänger ein super Teleskop zu einem tollen Preisleistungverhältnis.
Allerdings ist dafür auch die engagierte Nacharbeit von dem Teleskop-Spezialisten Karl Kloss verantwortlich.

Jetzt muss sich das ganze in der Praxis bestätigen. Ich werde berichten.

Grüße Friedrich Koob

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Hallo Herr Kloss

Ergänzung zum letzten Bericht

Praxis:
Es dauerte eine Zeit, bis das Wetter für einen Test im Freien gut genug war. So konnte ich das Gerät erst im Trockenen ausprobieren und etwas optimieren.

-Die mitgelieferten 1,25 Super Plössl Okulare (10, 25, 32) und die 1,8 fach (nicht 3x, wie ich zuerst dachte) Barlowlinse sind besser, als was sonst so an Anfängerbeigaben mitgeliefert wird. Das hat sich auch terrestrisch an meinem "alten" Refraktor im Vergleich zu den Meade Okularen (4, 6, 12) bestätigt.

-Meine erste Skepsis gegenüber der Barlow (Lichtverlust und chromatische Fehler) haben sich nicht bestätigt, so dass ich für den Anfang gut ausgestattet bin.
An beiden Teleskopen ergeben sie ein deutlich größeres, helles und bis in die Randzonen scharfes Sichtfeld.

-Der Leuchtpunktsucher ist etwas schwierig zu justieren, da das Plastikfutter der Einstellschräubchen nicht hält. Ich hab es mit etwas Plastik aufgefüttert- jetzt geht's-, aber bei Dämmerung sehe ich die Ringe nicht, so hab ich noch zusätzlich einen konventionellen 6x30 Sucher (Bei E-Bay für 12¤ fast neu) montiert. Mit der Kombination bin ich jetzt sehr zufrieden.

-An der sehr stabilen Rockerbox habe ich die eine Feststellschraube gegen einen Handgriff von eine alten Flex ausgetauscht, das hilft beim feststellen in der Altitude, wie beim nachführen azimutal. Wenn man am Rohr selbst dreht vibriert es etwas.
Die Schraubenlöcher hab ich mit weisen Plastikstöpseln vom Baumarkt (1,80¤) verschlossen und beim Drehbolzen die Zwischenräume mit Kunststoffringen aus alten CD-Spindeln spielfrei aufgefüttert.

Noch stört, dass die Rollen direkt auf dem Lack der unteren Holzscheibe laufen und sich regelrecht eingraben. Hier werde ich noch eine dünne Metallscheibe (alter Deckel von einem Blecheimer) reinkleben, dann läufts sauberer und wenn es geht mach ich am Rand noch eine Gradskala auf den Deckel und eine kleine Libelle zum ausrichten und ins Lot bringen.
Wenn ich dann nach Norden ausrichte, kann ich so schon grob einstellen.

-Einen Satz mit 4 Meade Filtern gabs bei Amazon recht günstig.

-Am Computer benutze ich das kostenlose Stellarium und das Kosmos Himmelsjahr 2011. Im Internet findet man jede Menge Software und auch Literatur.
- An Büchern den Rückl, Bildatlas des Weltraums, Rückl, Sternbilder, Corvus, großer Atlas der Sterne, eine drehbare Sternkarte und Roth, Handbuch für Sternfreunde.

Beobachtung:

In den letzten Tagen waren Jupiter und Uranus gut im Süden von meinem Wintergarten aus zu sehen. Ich weis, ich sollte einen besseren Standort wählen, aber fürs erste reicht es. Der Jupiter zeigte mehrer Bänder, die Jupitermonde waren knackscharfe Punkte bis zu 130x mit dem 10er Okular, beim Uranus bin ich mir noch nicht sicher, ob er es auch war. Bei der 200x Vergrößerung lief mir die Sache zu schnell aus dem Blickfeld, da muss ich noch viel üben und auch einen besseren Standort haben.
Für mich sind die Vergrößerungen 40x bis 100x wichtiger, als die maximale 320x mit dem 4er, für die ich sowieso einen Standort irgendwo auf einem Berg brauche.
Der Mond war zu voll um wirklich ernsthaft zu beobachten, aber der Fortschritt zum Refraktor ist deutlich.
Für den Orionnebel gilt ähnliches.
Reflexe sind mir nicht aufgefallen und ob ich da mit schwarzer Samtfolie noch was verbessern kann, ist fraglich.
Auf jeden Fall ist das Gerät sehr gut justiert und entspricht meinen Erwartungen.

viele Grüße Friedrich Koob

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