
Bei einer Avalon-Linear-Montierung der ersten Genration hatten sich die Zahnriemen aufgelöst. Es gab eine Serie, bei der der Zulieferer der Zahnriemen eine mangelhafte Qualität geliefert hatte, was auch in der Qualitätskontrolle von Avalon nicht aufgefallen war.
Plötzlich bewegte sich die Achse nicht mehr und erzeugte ein komisches Geräusch. Beim Öffnen des Gehäuses war der Schaden zu sehen: fast alle Zähne des Zahnriemens hatte sich in der Kammer verteilt.
Es werden die 4 Schrauben mit einem Inbus #4 gelöst.

Dann wird die schwarze Platte sichtbar, welche die Untersetzungszahnriemenschieben in Position halten. Die vier Schrauben werden mit einem Inbus 2.5 mm gelöst.


Nun werden die Zahnriemenscheiben entfernt. Diese können einfach herausgezogen werden.
Zwei sind identisch, die mit dem größeren oberen Durchmesser gehört zu dem Riemen, der um die Achse geht.

Nach der Reinigung werden die Untersetzungsgetriebe zusammen mit den neuen Zahnriemen wieder eingesetzt:
Wichtig: der 6.35mm breite Zahnriemen wird auf die Motorwelle montiert. Der Platz ist sehr gering, keine Sorge, das passt nachher alles sehr gut zusammen.


Nun sind fast alle Teile wieder eingesetzt, inklusive der Zahnriemen. Die oberen Kugellager fehlen noch, diese werden einfach rauf gesteckt. Der Spanner für den Achszahnriemen fehlt noch.
Der Spanner wird wieder eingesetzt, aber die Spannschraube noch lose gelassen.

Damit man sich nicht die Finger bricht: es hat sich gezeigt, dass die Lager auf dem Bild von links nach rechts in die Halteplatte „eingefädelt“ werden. Zum Schluss das größte Kugellager oben, danach der Bolzen hinten rechts. Bei der Beschreibung der DEC-Achse ist ein Foto enthalten, was dieses deutlicher macht.
Dann die Spannschraube so weit einschrauben, dass der Zahnriemen nur noch wenig durchgedrückt werden kann. Nicht zuviel spannen. Leider gibt es seitens Avalon keine Angaben hierzu, es ist also etwas Fingerspitzengefühl notwendig.
An diesen Bereich kommt man nicht direkt heran, so dass ein paar Schritte vorher durchgeführt werden müssen.
Mit einem Inbus 6.0 mm werden die beiden Schrauben entfernt, welche die Sattelklemme halten.

Jetzt muss noch die Achsklemmung mit einem Inbus 3.0 mm gelöst werden. Bitte die Stellung der Klemmschraube merken, denn die Klemme kann auch um 180° gedreht eingebaut werden. Vorsicht, der eigentlich Klemmblock kann nun einfach herausfallen.

Nun kann der Deckel entfernt werden, da die Klemmschraube nicht mehr im Weg ist.
Die Vorgehensweise ist genau gleich wie bei der RA-Achse.
Hier fällt auf, dass Avalon bei dieser Montierung einen anderen Motor-Zahnriemen verbaut hat, siehe Bild

Hier noch ein Foto für die Reihenfolge der Einfädelung:
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