Rezensionen zu: TS PHOTOLINE 130mm f/7 Triplet APO Refraktor FPL53 2.5" RPA Auszug

TS PHOTOLINE 130mm f/7 Triplet APO Refraktor FPL53 2.5 RPA Auszug
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Datum: 19.06.2016

Autor: Karl K.

Bewertung:


Rezensionen zu: TS PHOTOLINE 130mm f/7 Triplet APO Refraktor FPL53 2.5" RPA Auszug

Hallo Herr Kloß,

hier der versprochene kurze Bericht zum TS Apo photoline 130/f7:

Am 28. Mai diesen Jahres erhielt ich von den Teleskop-Spezialisten zum Testen mit Kaufobligation einen TS Apo photoline 130/f7.

Mein Hauptbeobachtungsgerät war bisher ein C9 auf einer neq6 synscan.
Umso gespannter war ich natürlich auf die Abbildungsleistung des Apos.

Als Vergleichs- und Referenzteleskope dienten ein Tak toa 150 und ein Zeiss 130 triplett. Als Vertreter der Reflektoren diente der C9. Der Besitzer dieser Traumlinsen sollte natürlich seine Eindrücke beisteuern.

Eine gemeinsame Beobachtungsnacht sollte zeigen, ob sich der TS Apo würde behaupten können. Beobachtungsort: zwischen Bremerhaven und Bremen, Land. Die Luftfeuchtigkeit lag anfänglich bei 66 %. Ein für unsere Gegend typischer Wert. Die Geräte waren der Außentemperatur angeglichen. Beurteilung bezieht sich auf visuelle Beobachtung.
Okulare: Nagler, Pentax, Ethos, Bader Orthos Tak und Zeiss: abgesehen von der hervorragenden Verarbeitung her von den beiden anderen Geräten nicht zu schlagen. Der Apo 130 muss aber als sehr gut verarbeitet angesehen werden. Allerdings neigt der 360 Grad rotierbare OAZ nach einigem Gebrauch zum Kippeln, was jedoch durch Festziehen der 3 Schrauben wieder korrigiert werden kann. Dennoch ein Punkt, der nicht unerwähnt bleiben darf. Die Verarbeitung des C9 muss ebenfalls als gut bezeichnet werden. Allerdings, so meine persönliche Erfahrung, sollte die Endkontrolle bei Celestron strenger gehandhabt werden.

Nun zum wesentlichen Punkt, den Beobachtungen. Einige Beispiele:

Jupiter: Die Wolkenbänder am Äquator waren mit allen Teleskopen bis 100x ohne allzu deutliche Unterschiede klar zu beobachten. Allerdings schienen die Apos doch eine kleine Schippe mehr Knackigkeit drauf zu legen. Kein signifikanter Unterschied des TS gegenüber dem Tak oder dem Zeiss.

Allerdings waren die Wolkenstrukturen in den Polbereichen mit den Apos deutlicher und mit den Edeloptiken noch minimal besser als mit dem TS 130. Der C9 hingegen ließ sich einfach nicht dazu hinreissen, diese Strukturen ganz so deutlich darzustellen. Allerdings reagierte der Cassegrain stärker auf die verwendeten Okulare. Mit einem Antares Erfle 32mm oder einem 24mm 2" Okular bekam man einen wunderbares Blick dargestellt. Alles absolut farbrein von allen Geräten.

Saturn: Interessant war hier die Darstellung der Cassini Teilung. Hier gab es zwischen des APOS Gleichstand, nur der C9 war nicht ganz so knackig. wahrscheinlich wohl doch eine Folge des Seeings.

Doppelstern: Epsilon Lyra-allen bekannt als Standardtest. Klare Trennung der Komponenten mit C9 bei 100x , TS Apo 80x, TAk und Zeiss 70x. Es wurde immer erkennbarer, dass der C9 Probleme mit der noch stärker werdenden Luftfeuchtigkeit bekam ( mittlerweile 72%). Die Sterne wollen einfach keine Stecknadelköpfe werden.

M 13: Anfang Juni, um diese Jahreszeit wird es einfach nicht dunkel genug, trotz Neumond. Obwohl mittlerweile fast 1.30 Uhr, der Himmel erscheint mehr grau als schwarz. Offenbar auch der Luftfeuchtigkeit von 72% geschuldet, die noch das letzte vorhandene Licht der Lampen streut. Den M13 habe ich schon mal knackiger und kontrastreicher gesehen. Mit dem C9 kann ich bei langen Okularbrennweiten im 2"er doch ein wenig mehr schwache Sterne im Hintergrund erkennen als mit allen Apos. Die größere Öffnung machts. Die Sterne allerdings sind nicht die der Apos.
Bleistiftpunkte gegenüber stecknaddelfeinen Punkten. Hier hat man bei guten Sichtverhältnissen wohl doch manchen Vorteil mit großen Öffnungen. Mit dem C9 bin ich mit entsprechenden Okularen schon so manchesmal in den M13 htlich inein gefahren.

Der TS Apo hält sich hier mit Bravour gegen die Edelteleskope, deren Vorsprung zwar vorhanden aber minimal ist.

Beobachtet wurden weiterhin z.B h&chi, M51, Albireo. Im wesentlichen bei allen Objekten die gleichen Erfahrungen. Zusammenfassend stelle ich fest, dass der Tak als auch der Zeiss die berühmte Nasenspitze vorn haben. Das Auflösungsvermögen dieser Optiken ist wohl kaum zu toppen, hat allerdings auch seinen Preis. Nun kostet der TAk toa 150 ca. 15000 Euro und der TS 130 photoline 2000 Euro. Das sind wahrlich immense preisliche Unterschiede. Der Perfektionist wird, wenn es das Portemonnaie zulässt, ohne zu zögern zum Tak greifen oder wenn möglich zur Legende Zeiss.
Das sind dann die sog. Teleskope fur das Leben (und das Renomme?).

Aber der Kompromissler darf, ohne sich zu grämen, an einem TS Apo 130/f7 jahrelang seine Freude haben. Der Besitzer des Zeiss und des Tak war jedenfalls überrascht und beeindruckt von der überzeugenden Leistung des photoline. "Kauf den" war sein Rat. Und genau das habe ich getan.

Karl-Heinz G.


Sehr geehrter Herr Kloss,

mittlerweile konnte ich das Gerät weiter testen und bin äußerst positiv überrascht.

Sonnenbeobachtung bei ca. 30 Grad über Horizont. Vergleich mit Tak TOA 150. Nahezu wolkenloser Himmel mit 52% Luftfeuchtigkeit. Okulare: Pentax xw, Nagler, Explore scientific 82Grad

1. Filter Baaderfolie:

TAK: bei 180x knackscharfe Abbildung von Umbra und Penumbra mit klarer Darstellung der inneren Strukturen, Farbunterschiede präzise erkennbar, Granulation erkennbar, auch Chronosphäre mit unterschiedlichen Strukturen sichtbar

TS Apo 130: kaum wahrnehmbare Unterschiede zum TAK, bei 180x siehe Tak, allerdings Chronosphäre minimal unklarer

2. Filter: Lacerta 1,25 Herscherprisma:

TAK: im wesentlichen wie mit Baaderfolie, jedoch präziser erkennbare Strukturen

TS Aoo 130: ein noch minimal größerer Darstellungszuwachs bei Granulation

Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal für die hervorragende Arbeit bedanken, die Sie an dem Teleskop geleistet haben. Die gelungene Feinarbeit macht sich durch eine scharfe und kontrastreiche Sicht ins Universum bemerkbar. Zur astrofotografischen Arbeit mit dem Teleskop möchte ich mich nicht äußern, da ich nur gelegentlich Aufnahmen mache.
Ich habe aber schon einen erfahrenen Astrofotografen motiviert, Aufnahmen mit dem Apo zu machen. Zu gegebener Zeit werde ich dann berichten.

Übrigens: Der Besitzer des TAk ist sehr beeindruckt von der Qualität des TS Apo. Seine TAK verwöhnten Augen mussten sich oftmals sehr anstrengen, um Unterschiede wahrzunehmen.

Noch einen schönen Sonntag
Karl-Heinz G.


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