Streulicht von LED - eine unterschätzte Problematik in der Astrofotografie

Streulicht von LED - eine unterschätzte Problematik in der Astrofotografie
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Produktbeschreibung

Hallo liebe Astro.Begeisterte, oder solche, die es noch werden wollen,

die Fortsetzng der Geschichte zum Bau meiner eigenen Sternwarte muss kurzfristig verschoben werden, weil ein anderes Thema gerade aktuell und vorrangig ist.
Es geht um Streulicht, welches von LED´s (hier spez. Infrarot LED´s) ausgestrahlt wird und über die Rückseite des Newton Teleskop´s in ungünstigen Positionen desselbigen zu verheerenden Aufnahmen führt, wie die nachfolgenden Bilder zeigen.
Vorgestern erlebte ich bei meinen Aufnahmen eine Problematik, die auch ich bis dato nicht kannt. Fotos die vorher so aussehen..
 

sahen mit einem Mal ohne irgendwelche Änderungen so aus...
    

Ich muss voraus schicken, das ich zwecks der Fernüberwachung, der sich im Teleskopraum befindlichen Videokamera

der Fotodaten aus meiner Vollfomatkamera, sowie der Überwachung der Steuerungszustände der ASIair, mir ein System von 4 Mesh-Adaptern aufgebaut habe, welche es mir ermöglichen, diese Daten aus jedem Winkel meines Grundstückes zu überwachen....
 Dieses System funktionierte bislang einwandfrei, bis vorgestern 29.03.2021, als ich dann plötzlich diese "seltsamen Flatschen" auf meinen Fotos sah.
Ursachenforschung begann. Newton Teleskop - Hauptspiegel inspiziert, mit Lampe reingeleuchtet, keine Verschmutzungen, Blätter oder kleine Tiere drauf, Fangspiegel untersucht - ebenfalls alles safe und der Spiegel war auch fest, weil manchmal können ähnliche Phänomene auftreten, wenn der Fangspiegel etwas locker ist und dann durch eine bestimmte Drehung oder Position des Tubus verkippt. War aber hier wie gesagt auch nicht der Fall.

Also was tun..Mein Spezi aus München der Karl Kloss meinte...mach doch mal ein paar Flats gegen blauen Himmel, oder eine helle weiße Fläche...
     
Gesagt, getan, unterschiedliche Einstellungen von Gain und Belichtungszeit brachten aber nichts nenneswertes zum Vorschein.

Die Nacht vom 30. auf den 31.03.2021 war wieder ein Zeitfenster zum Fotografieren. Einrichtung perfekt, PA (Pol-Alignment) perfekt, Fokussierung top.
Fahre die Region M81 im großen Wagen an und...
 Unglaublich, schon ziemlich genervt, weil ich keine Erklärung hatte, rief meinen Spezi Karl an, der schaut auf das Bild und meint...das sieht mir irgendwie nach Fremdlichteintrag aus....Fremdlichteintrag ???

Hab doch erst vor ein paar Tagen aufgrund des übermäßigen Streulichts einer Straßenlatern ein Brett in der Schneise angebracht...
     
Da kann es nicht herkommen. Doch von wo den dann??

Karl meinte evtl eine LED .....Da hatte ich ja doch einige, gerade Netzteile, oder der Stecker der Montierung und und und. Da hatte ich bislang wohl Glück gehabt, das die in einer Position waren, wo sie nicht gefährlich werden konnten. Aber die Gefahr lauerte...im Unsichtbaren...Infrarot LED ....Überwachungskamera....
 Dieser nette Lichtkegel ist das Streulicht, das meine Infrarotkamera ausstrahlt und nur aufgrund der Tatsache, das ich einige Zeit bestimmte Bereiche nicht angefahren habe, und weil der Ein- bzw. Abstrahlungswinkle nicht die Rückseite des Teleskoptubus traf und sich dort dann im Inneren ausbreitete, blieb ich bislang von diesem Störfeld verschont.

Kamera ausgeschaltet und erneut geschaut...Alles safe.

Also liebe Astrofotografie Begeisterte und jene die es noch werden wollen... schaut genau hin, welche Mini Lichtquellen sich an der Montierung oder in näherer Umgebung befinden, welches einstrahlen könnte, es könnte sein, das sie euch eure Aufnahmen vermiesen. 

Schnelle Hilfe ist ein "Winter-Mützerl" wie Karl sagt an der Rückseite des Tubus. Damit sollte die größte Gefahr gebannt sein. Machne LEDßs abkleben geht natürlich auch, könnte aber im Extremfall zum Durchbrennen derselbigen führen, wenn die Wärmestrahlung zu extrem ist und sich nach innen richtet.

Dir lieber Karl noch einmal mein herzlicher und aufrichtigster Dank für Deine Ruhe, Deine Unermüdlichkeit bei der Hilfe, Fehlersuche und -beseitigung und das Du trotz Deines Riesenarbeitspensums, was Du derzeit noch mehr als sonst hast, und manchem ungehaltenen, oder unfreundlichen Zeitgenossen über den Tag, immer noch die Höflichkeit und der Anstand in Person bist.

Liebe Grüße 
Axel
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